Mittwoch, 11. Januar 2012

Infizierte Rechner nach Hackerangriffen - Schadsoftware „DNS-Changer“

Wie BKA und BSI verlauten ließen, gibt es derzeit eine hochgradig gefährliche Sicherheitslücke. Bereits in Deutschland sind schon über eine Millionen Rechner vom Trojaner befallen. Betroffen sind keinesfalls nur die Personal Computer und Mac, sondern alle gebräuchlichen Betriebssysteme.  In einem gemeinsamen Aufruf warnen Bundeskriminalamt und Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik vor dem Schadprogramm DNS-Changer, welches durch das „DNS-Chance-Botnetz“ in Umlauf gebracht wurde. Einige Betreiber des „DNS-Chance-Botnetz“ waren im November 2011 im Zuge einer Razzia gegen New Yorker Computerkriminelle festgenommen wurden.

Internetnutzer sollten nunmehr eigenständig überprüfen, ob ihr Rechner infiziert ist. Um die Sicherheitslücke zu prüfen und den Trojaner auszuschließen, riefen BSI und BKA gemeinsam mit der Deutschen Telekom die Internetseite www.dns-ok.de ins Leben. Damit eine einwandfreie Test-Durchführung gewährleistet werden kann, sollten keine Proxyserver in den benutzten Webbrowser Einstellungen aktiviert sein. Ist der Rechner nicht vom DNS-Changer Schadprogramm betroffen, wird ein grünes OK-Feld sichtbar. Sollte der Hackerangriff erfolgreich gewesen sein und der PC ist vom Trojaner befallen, erscheint eine rote Anzeige. In diesem Fall ist der Anleitung sofort Folge zu leisten, damit die Wiederherstellung der korrekten Systemeinstellungen erfolgen kann.


Um die Schadsoftware vollständigen zu entfernen und die betroffenen Rechner zu reinigen, wird die bereitgestellte Internetseite www.botfrei.de empfohlen. Die Überprüfung der Computer sollte unbedingt vor dem 08.März 2012 stattfinden, da die manipulierten DNS-Server durch neue und exakt arbeitende DNS-Server ausgetauscht wurden, welche jedoch zum 08.03.2012 abgeschaltet werden. Vom DNS-Chancer-Hackerangriff betroffene Computerbesitzer können nach diesem Zeitraum nicht mehr auf das DNS „Telefonbuch“ im Internet zugreifen und ebenfalls keine Webseiten mehr aufrufen.     

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