Mittwoch, 18. Januar 2012

News-Cocktail - Unglückskapitän Francesco Schettino Schuld am Kentern der Costa Concordia

Noch immer geht die Suche nach vermissten Personen unter erschwerten Bedingungen auf dem verunglückten Schiff „Costa Concordia“ in Italien weiter. Weitere fünf Tote wurden aus dem Wrack geborgen, zahlreiche Passagiere gelten noch als vermisst. Überdies ist ein schwerer Sturm zu erwarten, der vermutlich das gekenterte Kreuzfahrtschiff völlig in die Tiefe reisen wird. 


Damit noch lange nicht genug der Schreckensmeldungen, denn obendrein machen sich Umweltschützer berechtigte Sorgen darüber, dass die Schiffskatastrophe noch mehr Schaden anrichten wird. Wenn es vor dem Untergang der „Costa Concordia“ nicht gelingen sollte, die 2400 Tonnen Diesel/Schweröl aus den Tanks des havarierten Ozeanriesen abzupumpen. Es kann Wochen dauern, so geht es aus aktuellen Meldungen hervor, bis die Tanks der Costa Concordia leer gepumpt sind. Doch so viel Zeit wird nicht bleiben, denn das Hotelschiff könnte schon in den nächsten Stunden auf den Meeresboden sinken. 


Verantwortlich für die Schiffskatastrophe vor der Insel Giglio  - die bisher 11 Menschen das Leben kostete - ist Kapitän Francesco Schettino, der unterdessen unter Hausarrest gestellt wurde. Er hat das gekenterte Schiff nicht nur zu waghalsig am Felsen entlang gesteuert, zudem auch noch den Luxusliner verlassen, als noch Passagiere an Bord waren, die auf Rettung hofften. Auch die Crew des gekenterten Hotelschiffes „Costa Concordia“ war vollkommen überfordert mit der akuten Situation.

Trägt Unglückskapitän Francesco Schettino tatsächlich die alleinige Schuld? Noch vor zehn Jahren war der attraktive 52-jährige - der mit einer Haftstrafe von 15 Jahren rechnen muss - verantwortlicher Offizier für Sicherheit der Genueser Reederei Costa Crociere, zu der auch die verunglückte Costa Concordia gehört. Erst vor fünf Jahren wurde Schettino zum Kapitän ernannt. 

War er gut genug ausgebildet? Laut Aussagen der Reederei hatte Schettino alle Trainings regelmäßig absolviert, die für Schiffsführer notwendig sind. 

 
Es spielt wohl keine große Rolle, ob der Unglückskapitän allein die Schuld am Kreuzfahrtschiffunglück vor Giglio trägt. Jene Menschen, die bei dieser Kreuzfahrt mit schrecklichem Ende, ihr Leben verloren haben, werden nicht wieder lebendig, ganz gleich, ob es einen Schuldigen oder mehrere Schuldige an dieser Schiffskatastrophe gibt.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen