Dienstag, 13. März 2012

Für hirntot erklärt - als Organspender begehrt

Ist ein Mensch, der für hirntot erklärt wird, tot oder lebendig? Hirntote „dienen“ als Organspender. Organtransplantation kann Leben retten, so wird es den Bürgern suggeriert. Doch kann Organentnahme auch Leben vernichten. Dann nämlich, wenn für hirntot erklärten Menschen lebenswichtige Organe entnommen werden, die für die Organtransplantation bestimmt sind.


      Wie tot oder lebendig sind hirntote Patienten? 

Die Diagnose HIRNTOD umfasst mehrere klinische Symptome, die eindeutig sein müssen, um einen Menschen für hirntot zu erklären. Der irreversible Ausfall der Gehirnfunktion ist angeblich dem Tod gleichzusetzen. Dieser Aspekt ist ausschlaggebend für das Hirntodkonzept Deutschland. Es ist sowohl medizinisch als auch rechtlich vertretbar, wenn alle "Bedingungen erfüllt" sind, hirntoten Patienten Organe zu entnehmen. Unterdessen geht aus neuen Studien hervor, dass der Hirntod nicht automatisch das Lebensende und somit der Tod eines Menschen ist. 

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Das strittige Thema Organtransplantation ist wieder mehr in die Öffentlichkeit gerückt, seitdem Anfang März 2012 die Fraktionsvorsitzenden aller Parteien, die im Bundestag vertreten sind, und Gesundheitsminister Daniel Bahr, sich auf einen Gesetzentwurf geeinigt haben, der zur Regelung der „Entscheidungslösung“ bezüglich des Transplantationsgesetzes beitragen soll. So werden nunmehr die Krankenkassen - sowohl die Gesetzlichen als auch Privaten - dazu verpflichtet, und dies bereits ab 2012, alle Krankenversicherten anzuschreiben, um diese zu befragen, ob sie bereit sind, Organspender zu werden. 

 
Dieser Gesetzentwurf sorgt für großes Aufsehen und macht das strittige Thema Organspende, vor allem auch in Hinblick auf die Organentnahme bei hirntot erklärten Menschen, wieder aktuell. Wenngleich ein Mensch auch für hirntot erklärt wird, ist er deswegen noch lange nicht gestorben. Er lebt, auch wenn er durch Maschinen am Leben erhalten wird.

Die Angehörigen werden ohnehin viel zu oft und oft viel zu früh mit der folgenschweren Frage konfrontiert, ob die lebenserhaltenden Maschinen abgestellt werden sollen. Ist der hirntote Patient gar im Besitz eines Organspendeausweises, wird er vorher noch „ausgeschlachtet“. Was ein hirntoter Mensch noch alles mitbekommt, wissen nur jene Menschen, die es selbst erlebt haben. Ja, er- und überlebt. Die Diagnose Hirntod bedeutet nämlich nicht zwangsläufig unbedingt das Lebensende!
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 Sein Tod - ihr Leben

Auf der einen Seite ist ein kleines Mädchen, was dringend auf ein Spenderherz wartet. Auf der anderen Seite ist da ein kleiner Junge, der bei einem Sturz eine schwere Schädelverletzung erlitt, und später für hirntot erklärt wurde. Seine Eltern sind ebenso verzweifelt, wie die Eltern jenes kleinen Mädchens, welches dringend ein Spenderherz benötigt, damit es nicht stirbt. Das Herz des hirntoten Jungen könnte eventuell das Leben des schwer herzkranken Mädchens retten.

Da sind verzweifelte Eltern auf beiden Seiten, die hoffen und bangen. Die Eltern des Jungen warten darauf, dass ein Wunder geschieht und ihr kleiner Sohn wieder erwacht und vollständig genesen wird. Die Eltern des herzkranken Mädchens hingegen wünschen sich nichts mehr, als dass bald ein Spenderherz für ihr geliebtes Kind gefunden wird.  Das Herz eines anderen Kindes, was auch einmal gelebt hat. Das Herz des kleinen Jungen vielleicht, der von den Ärzten für hirntot erklärt wurde.   

Die Eltern des Jungen haben es in der Hand, das Leben der herzkranken kleinen Patientin zu retten. Sie müssen „nur“ zustimmen, die Organe ihres - für hirntot erklärten - Sohnes zu spenden. Was aber, wenn sie den Ärzten „grünes Licht“ geben? Sie würden ihren Jungen für immer verlieren. Auch wenn die Mediziner ihn für hirntot erklärt haben, so lebte er schließlich immer noch. 
Sollten sie ihren kleinen Sohn sterben lassen, damit ein anderes Kind sein Herz bekommen und weiterleben kann?

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