Freitag, 30. März 2012

Lehrermangel in Sachsen - Schüler streikten sachsenweit


 

„Bildet die Rettung - rettet die Bildung“ - lautete das Motto in Sachsen

 

Sachsens Schüler möchten lernen. Bildung darf nicht an mangelndem Lehrpersonal scheitern. Schüler als auch Eltern und Lehrer gingen am Mittwoch, dem 28.03.2012, in Dresden auf die Straße und marschierten geschlossen zum Finanz- und Kultusministerium. 

Mehr Lehrer braucht das Land, damit an den Schulen nicht so oft der Unterricht ausfällt

In Sachsens Schulen herrscht akuter Lehrermangel. Häufiger fallen Unterrichtsstunden aus. Nicht jeder Schüler freut sich darüber. Je mehr Ausfälle, um so mehr ist die Bildung der Schüler in Gefahr. Es gibt zu wenig Lehrkräfte an den Schulen in Sachsen. Sind Lehrer krank, fällt der Unterricht aus, da es keine Vertretung gibt. Somit sind die Lehrpläne in Gefahr. 

Häufige Ausfälle führen dazu, dass die Schüler versäumten Unterrichtsstoff im „Schnelldurchlauf“ nachholen müssen, was wiederum dazu führt, dass sie viele Dinge in der Kürze der Zeit nicht begreifen können. Intensive Nachhilfe an den Schulen gibt es kaum. Die Lehrer haben keine Zeit. Weil es zu wenige Lehrer gibt, sind jene, die Unterricht erteilen, nicht in der Lage, sich mit den Lernproblemen der Schüler beschäftigen. 
 
Schlechte Schulnoten, weil der Unterrichtsstoff in kurzer Zeit aufgearbeitet werden muss, sind die Folge für die Schüler in Sachsen. Bildung sieht anders aus. Sachsens Schulen benötigen mehr Lehrer, damit Kinder eine ordentliche Schulbildung genießen können und auch bei Lernproblemen geduldige Lehrer an ihrer Seite haben, die sich Zeit nehmen, nicht verstandenes zu erklären. Der Sächsische Lehrerverband forderte darum, dass mit dem kommenden Schuljahr mindestens 800 Lehrer an den Schulen in Sachsen neu eingestellt werden sollen.  


  

 
Die neue Kultusministerin Brunhild Kurth als auch Sachsens Finanzminister Georg Unland waren vor Ort. Der Disput um den Lehrermangel in Sachsen war es, der den bisherigen Kultusminister Roland Woller veranlasste, vor einer Woche das Handtuch zu werfen. Brunhild Kurth stellte sich der Debatte und versprach den Schülern, Eltern, Elternvertretern und Lehrern, die an der Demonstration teilgenommen hatten, gemeinsam mit ihnen um mehr Lehrer an Sachsens Schulen zu kämpfen. „Gute Schule kostet Geld …“, sagte sie unter anderem und daran wird es wohl noch eine ganze Weile mangeln, wenngleich Kurth auch einen Kassensturz ankündigte. 
Wann wird der Staat endlich genug Geld haben, um alle Wünsche zu erfüllen, um Bildung - die Spaß macht - zu ermöglichen, um Lehrer auszubilden, die mit Freude lehren, um Schulen zu sanieren?

Neue Lehrer braucht das Land, denn die Bildung - die das höchste Gut ist - ist in akuter Gefahr. 

Aufschrei einer Lehrerin und Mutter
„Bildet die Rettung - rettet die Bildung“ sollte auch weiterhin Ambition genug sein, damit Schüler zukünftig Bildung vermittelt bekommen, sich auch trauen, nachzufragen, wenn sie etwas nicht verstanden haben. Sätze wie: „Das kann ich dir jetzt nicht extra erklären, da hättest du im Unterricht besser aufpassen müssen!“ müssen der Vergangenheit angehören. 

Nicht alleine nur mehr Lehrer, sondern vor allem engagierte Lehrer, die sich tatsächlich um die Bildung ihrer Zöglinge kümmern, muss es an den Schulen in Zukunft geben! 



Es gibt viel zu tun, damit unsere Kinder in Zukunft Bildung genießen können - Sie können dazu einen großen Teil beitragen. Unterstützen Sie den Vorschlag von Sandra Gau im Zukunftsdialog.  
Sagen Sie, was sich an den Schulen grundlegend ändern muss, damit Kinder und Jugendliche würdevoll und ohne Angst lernen können, damit Sie Bildung genießen können, von der sie später profitieren. 

1 Kommentar:

  1. Dein Beitrag ist fantastisch!

    Vielen Dank für die Verlinkung! Ich hoffe, da draußen gibt es ein paar Leute, die den Kindern eine bessere, gerechtere Bildung gönnen.

    Man darf niemals vergessen, dass die Kinder später uns versorgen, uns unterhalten, unsere Umwelt pflegen, ... Wenn dann erst die Missstände erkannt werden, ist es zu spät.

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