Samstag, 24. März 2012

News-Cocktail - Demenzkranke werden mit Psychopharmaka ruhiggestellt - Pflegeskandal in Deutschland


Demenz ist eine Krankheit, die vorwiegend ältere Leute trifft, so heißt es allgemein. Noch schlimmer ist jedoch die Diagnose „Alzheimer“, die fälschlicherweise oft genug gestellt wird, obwohl Alzheimer eigentlich erst nach der Obduktion des Gehirns 100-prozentig nachgewiesen werden kann. Alzheimer gibt es sozusagen gar nicht. Demenz jedoch schon. 

Ganz gleich, unter welchen Symptomen ältere Menschen leiden, die demenzähnlich sind, sie werden so oder so mit einem Medikamenten Cocktail behandelt, der alles andere als heilsam und schon gar nicht sinnvoll ist. 

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Psychopharmaka werden gerne zur Ruhigstellung demenzkranker Patienten verabreicht. Dass Medikamente, vor allem Psychopharmaka - Neuroleptika - mehr gesundheitlichen Schaden anrichten können, als dass sie wirken oder helfen, wissen viele Menschen gar nicht.
Hilfe, das ist es, was sich nicht nur an Demenz erkrankte Menschen vonseiten der Ärzte erhoffen. Hilfe sieht oft gefährlich anders aus. Sie kommt in Form von Psychopharmaka, welche lediglich dazu dienen, die Patienten ruhig zu stellen, anstatt Leiden zu lindern.

Schuld ist weniger das überforderte Pflegepersonal in den Seniorenheimen, was zudem noch unterbezahlt ist, sondern in erster Linie die Hersteller der Medikamente selbst als auch manche Ärzte, die Psychopharmaka nur zu diesem Zweck verschreiben, dass demenzielle Menschen weniger Arbeit verursachen und stattdessen einfach vor sich hin „dösen“.     

Das Resultat, zu dem das Zentrum für Sozialpolitik an der Universität Bremen gekommen ist, sieht erschreckend aus. Allein in Deutschland sollen es in etwa Viertelmillionen Menschen sein, die mit Psychopharmaka vollgepumpt werden. Erschreckend vor allem auch deswegen, weil diese Seelendrogen nicht als Heilmittel eingesetzt, sondern bewusst verabreicht werden, um die Patienten ruhigzustellen, anstatt diese zu heilen. 

In Deutschland werden derzeit fast 360000 Menschen, die als demenzkrank gelten, unsinnigerweise Neuroleptika verabreicht. So jedenfalls geht es aus der Berechnung von Professor Gerd Glaeske, Sozialforscher aus Bremen, hervor.
Weiterhin belegen britische Studien, dass in wenigstens 2 von 3 Fällen auf die verschreibungspflichtigen Psychopharmaka verzichtet werden könnte, da diese nicht notwendig sind. 

Menschen, die Demenz haben, kann anderweitig geholfen werden. Mit einer intensiven Betreuung, die allerdings Zeit erfordert und Geduld aber auch Menschlichkeit und Verständnis. 


An Hingabe und Menschlichkeit fehlt es leider in vielen Pflegeeinrichtungen in Deutschland und im ambulanten Pflegedienst ebenso. Vor allem mangelt es an Zeit für eine intensive Betreuung der Patienten. Das Geld, was die Pflegekräfte eigentlich für ihren Rund-um-die-Uhr-Dauereinsatz verdient hätten, stecken sich andere ein. 


Ist nur Mensch, der gesund und jung ist?  

In Würde altern - heute einfach undenkbar. 

Wer an Demenz leidet, bekommt chemische Gewalt zu spüren. Hilflos ausgeliefert vegetieren Demenzkranke vor sich hin. Menschen, die einfach „abgeschrieben“ werden, damit andere in Ruhe an ihnen verdienen können bzw. eine Last weniger haben. Pillen-Cocktail anstatt liebevolle Pflege. 

Menschenunwürdiger geht es kaum noch!    

 

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