Dienstag, 25. Juni 2013

Warum Edward Snowden in den USA mit einer harten Strafe rechnen muss




Für manche ist Edward Snowden ein Held. Andere nennen ihn einen Verräter. Was tat der ehemalige Geheimdienstmitarbeiter, der nunmehr in den USA mit einer harten Strafe rechnen muss?

Edward Snowden, der an epileptischen Anfällen leidet, hat alles aufgegeben, was ihm lieb und wert war. Seinen gut bezahlten Job, seine Liebste, seine Familie und gute Freunde. Am 20.05.2013 stieg er in eine Maschine, die Kurs Richtung Hongkong nahm. Zunächst sah es ganz danach aus, als würde sich Edward Snowden dort lediglich in eine erstklassige Klinik begeben, um seine Epilepsie behandeln zu lassen. Die Realität sieht anders aus. Der ehemalige Geheimdienstmitarbeiter ist nach Hongkong geflohen, um seinen „Spionage-Thriller“ in Umlauf zu bringen.


 

Edward Snoden`s brisante Enthüllungen 


Edward Snowden hatte als Computer-Experte für den US-amerikanischen Auslandsnachrichtendienst CIA und die NSA Sicherheitsbehörde gearbeitet. Showdown deckte einen großen Skandal auf, der die Geheimdienste stark belastete. Seine brisanten Enthüllungen schickte der 29-Jährige von Hongkong aus an den britischen „GARDIAN“. 
Er hatte durchaus damit gerechnet, dass die Wahrheit, die er ans Tageslicht brachte, für großen Aufruhr sorgt. Vor allem bei den US-amerikanischen als auch britischen Geheimdiensten, die der IT-Spezialist nicht kritisierte, sondern an den Pranger stellte. Snowden enthüllte, dass die Geheimdienste im Internet selbst Daten von unbescholtenen Bürgern speicherten, und berichtete von Spähaktionen“. 
United-Newsserver
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Spähprogramme, wie das US-amerikanische „Prism“ und das britische „Tempora“ sind vergleichbar mit einer anlasslosen, lückenlosen Überwachung und stellen somit eine schwerwiegende Verletzung der Privatsphäre dar. Weil dem so ist, und nicht sein kann, was nicht sein darf, hat Edward Snowden seinen „Spionage-Thriller“ öffentlich gemacht. 



In den USA muss er mit einer harten Strafe rechnen wie ein Schwerstverbrecher. Weil Snowden genau wusste, was ihn erwarten würde, wenn er die Internetspionage öffentlich publik macht, setzte er sich zuvor nach Hongkong ab. Dort befindet sich der ehemalige Geheimdienstmitarbeiter längst nicht mehr. Obgleich seitens der USA ein Dringlichkeitsantrag auf Festnahme wegen „Geheimnisverrats“ gestellt wurde, konnte der Held aus Hongkong ausreisen.

Der IT-Experte hat unterdessen Asyl in Ecuador beantragt, war zwischendurch in Moskau, von wo aus er nach Kuba fliegen wollte. Damit er nicht in Gefahr gerät, soll Snowden auf einem „sicheren Weg“ nach Ecuador gelangen. Washington hat Kuba, Venezuela und Ecuador aufgefordert, den wegen Geheimnisverrats Angeklagten kein Asyl zu gewähren. 


Petition unterschreiben: „Seite an Seite mit Edward Snowden“


Auf der Internetseite AVAAZ.ORG - die Welt in Aktion - gibt es die Petition „Seite an Seite mit Edward Snowden“. Das Schreiben ist an den US-amerikanischen Präsidenten Barack Obama gerichtet. Wer dafür Sorge tragen möchte, dass Edward Snowden nicht wie ein Schwerverbrecher bestraft wird, da er schlussendlich im öffentlichen Interesse gehandelt hat, kann die Petition „Seite an Seite mit Edward Snowden“ unterzeichnen.  




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