Freitag, 15. November 2013

Jobcenter-Spione: Werden ALG II Bezieher bald online überwacht?



Geld verdienen online und trotzdem Hartz IV beziehen ist nicht drin. Waren versteigern, und den großen Reibach machen, auch nicht. Jobcenter wollen ALG II Empfänger bei eBay ausspionieren.  
Wenn es darum geht, Menschen in Deutschland noch mehr von dem zu nehmen, von dem sie ohnehin schon nicht viel haben - Geld in diesem Sinne - ist den Jobcentern und Arbeitsagenturen jedes Mittel recht. Geht es nach den Wünschen der Bundesagentur für Arbeit, könnte es alsbald Hartz IV Beziehern richtig an den Kragen gehen, die kräftig „Kasse“ auf der Auktionsplattform eBay machen.


 3, 2, 1 - bald nicht mehr alles deins


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Zahlreiche Menschen nutzen täglich eBay, um Waren zu ersteigern oder zu versteigern. Unter ihnen befinden sich viele Leute, die ALG II beziehen. Ihr Ansinnen ist es nicht, sich zu bereichern. Hartz-IV-Empfänger bieten auf der Internetplattform Sachen an, die sie selbst nicht mehr nutzen, weil sie nicht mehr passen. Mitunter ist aber das Geld so knapp, dass sie aus der Not heraus einfach etwas versteigern müssen. Die Einnahmen aus den Versteigerungsauktionen reichen wohl kaum, um davon ein Leben in Saus und Braus führen zu können. 

In deutschen Haushalten, in denen ALG II bezogen wird, wird bis zum letzten Cent gespart. Selbst die notwendigsten Sachen können sich arme Familien in Deutschland einfach nicht leisten. Deswegen bietet sich die Online-Auktionsplattform eBay nahezu an, um preisgünstig an neue Bekleidung, Schuhe, Haushaltsgegenstände und dergleichen mehr zu kommen. ALG II Bezieher, die selbst etwas versteigert haben, setzen die Summe oft gleich wieder ein, um bei eBay gebrauchte oder neue Ware günstig zu ersteigern, die sie dringend benötigen. Damit könnte bald Schluss sein, denn die Bundesagentur für Arbeit plant, diverse Aktivitäten der Arbeitslosen im Internet zu überwachen. 

 Jobcenter schnüffeln bei eBay herum


Um den bösen „Hartzern“ auf die Schliche zu kommen, die sich an Geldern bereichern, die ihnen nicht zustehen, plant die Bundesagentur für Arbeit, zukünftig online herumzuschnüffeln. Sinn und Zweck soll es sein, jene ALG II Bezieher aufzuspüren, die bei eBay Waren versteigern, Geld dafür kassieren und somit Nebeneinkünfte erzielen, die eigentlich meldepflichtig sind. Sicherlich gibt es unter den Arbeitslosen schwarze Schafe, die dies tatsächlich tun. Letztendlich kennt sie aber niemand, weshalb halt ALLE, die vom Jobcenter Geld erhalten, ins Visier geraten und ausspioniert werden sollen. 

Wie aus Presseberichten hervorgeht, spricht sich die Bundesagentur für Arbeit für die „Schaffung einer gesetzlichen Grundlage für die Erhebung von Daten im Internet“ aus. Auf diese Weise soll weiter nichts als die „Aufdeckung von Einkünften aus E-Commerce“ angestrebt werden, damit den Gaunern das Handwerk gelegt werden kann, die zusätzlich Einkünfte erzielen, welche sie den Jobcentern nicht melden.

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Datenspionage für einen „guten Zweck“


Quartalsweise Datenabgleiche mit anderen Sozialbehörden und Geldinstituten gibt es längst schon. Nunmehr strebt die AG in der BRD an, dass alle „Mitglieder einer Bedarfsgemeinschaft“ und nicht nur die eigentlichen Arbeitslosen, die ALG II erhalten, ausspioniert werden sollen. Monatlich wenn möglich und vor allem auch online. Aber dies ist längst nicht alles. Wenn es nach den Jobcentern geht, wäre es vorteilhaft, zudem noch die „Vermögensanlagen bei Versicherungen“ als auch die „Daten der Grundbuchämter“ der Hartz IV-Empfänger zu überprüfen.

In Sachen Spionage sind die Deutschen so gut wie die Amerikaner und die Engländer. Private Daten sind längst nicht mehr geheim oder streng vertraulich. Gleich gar nicht die jener Personen, die von Vater Staat Geld kassieren. So wäre es nicht verwunderlich, wenn die Jobcenter tatsächlich „grünes Licht“ bekämen, damit die „menschlichen Versuchskaninchen“ zukünftig sogar bei eBay ausspioniert und überwacht werden können.  
            

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