Dienstag, 30. Dezember 2014

News-Cocktail: Was sich 2015 alles ändert!



Das Jahr 2014 neigt sich dem Ende, der Jahreswechsel steht vor der Tür. Das neue Jahr bringt wieder einige Neuerungen mit sich. Was sich 2015 alles ändert, erfahren Sie in der Themen-Bar der kreativen Schreibfee.


Endlich kommt der Mindestlohn!

Mehr Lohn am Monatsende. Davon konnten viele Geringverdiener bisher nur träumen. Im Jahr 2015 kommt jedoch der Mindestlohn in Deutschland. Arbeitnehmer dürfen zukünftig nicht weniger als 8,50 Euro pro Stunde verdienen. Was den einen freut, gilt nicht für den anderen. Denn es gibt Ausnahmen. Langzeitarbeitslose, die einen Job annehmen, haben keinen Anspruch auf Mindestlohn. Ebenso wenig Jugendliche und junge Erwachsene, die keinen Berufsabschluss vorweisen können. Auch Praktikanten kommen nicht in den Genuss des Mindestlohnes.

Hartz IV Empfänger erhalten ab Januar 2015 mehr „Stütze“!

Für Arbeitslosengeld II Empfänger gibt es im neuen Jahr ebenfalls mehr Geld. Die Leistungssätze werden um gut 2 Prozent angehoben. Bekam ein alleinstehender Hartz Vier Empfänger bisher 391,00 Euro pro Monat, so bekommt er ab Januar 2015 ganze 8,00 Euro mehr. Also 399,00 Euro.

Erneuerungspflicht für Öl- und Gasheizungen!

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Hausbesitzer aufgepasst! Galt bisher eine Erneuerungspflicht für Heizungen, die vor 1978 eingebaut wurden, so ändert sich dies im neuen Jahr. Ab dem 01.01.2015 müssen zahlreiche Öl- und Gasheizungen, die älter als 30 Jahre alt sind, ausgetauscht werden. Diesbezüglich gibt es nur wenige Ausnahmen.





Ab Januar 2015 sinkt der Rentenbeitrag!

Eine erfreuliche Nachricht für Arbeitnehmer, die im Durchschnitt 2600,00 Euro brutto verdienen. Sie werden künftig etwas mehr Geld (ca. 2,50 Euro) in der Kasse haben. Der Rentenbeitrag wird ab 01.01.2015 um 2 Punkte (auf 18,7 Prozent) sinken.  


Neuerungen in der Pflegeversicherung!

Ab dem neuen Jahr dürfen Pflegebedürftige mehr Unterstützung erfahren. Für pflegende Angehörige gibt es ab 2015 mehr Geld. Außerdem sind mehr Zuschüsse drin, die für Umbaumaßnahmen als auch für die Anschaffung von Pflegehilfsmitteln (wie begehbare Duschen, Rampen für Rollstühle) genutzt werden können. Zugleich wird aber auch der Beitrag zur Pflegeversicherung angehoben. Er steigt auf 2,35 Prozent des Bruttogehaltes, bei Kinderlosen auf 2,6 Prozent.  Somit wird die Pflegeversicherung zwar deutlich besser, dafür jedoch auch wesentlich teurer.


Beitragssätze der Krankenkassen sinken im neuen Jahr!

Für Arbeitnehmer und Arbeitgeber, die bisher je zur Hälfte den Krankenkassenbeitragssatz von 15,5 Prozent des Bruttoeinkommens zahlen, ändert sich ebenfalls etwas ab 2015. Der Beitragssatz der Krankenkassen sinkt auf 14,6 Prozent. Dafür dürfen die Kassen jedoch einen Zusatzbeitrag erheben, diesbezüglich wird den Versicherten jedoch ein Sonderkündigungsrecht eingeräumt.

Ab 01.Juli 2015 wird das Elterngeld Plus eingeführt!

Mütter und Väter, die in Elternzeit sind, können ab Juni 2015 eine Teilzeitbeschäftigung annehmen, ohne befürchten zu müssen, die staatliche Unterstützung einzubüßen. Das Elterngeld Plus wird 28 Monate (die Laufzeit ist doppelt so lang wie beim herkömmlichen Elterngeld) gezahlt. Jedoch wird es dafür nur in halber Höhe ausgezahlt.    

Änderungen für Autofahrer und Führerscheinneulinge! 


Neu ist, dass die Nummernschilder nach einem Umzug / Ortswechsel bundesweit nicht mehr geändert werden müssen. Überdies richtet sich der Tarif für die Kfz-Versicherung trotzdem noch nach dem Wohnort.

Außerdem gibt es neue Vorschriften für den Verbandskasten, der in keinem Kraftfahrzeug fehlen darf. Für Autofahrer und solche, die es werden wollen, hält das Jahr 2015 noch weitere Neuerungen bereit. 


Steuersündern geht es fortan richtig an den Kragen!

Ab 01.01.2015 tritt die „Verschärfung der strafbefreienden Selbstanzeige“ in Kraft. Selbstanzeigen, von denen es im Jahr 2014 ca. 35.124 gab, werden ab 2015 erheblich teurer und wirken sich nur noch in geringen Grenzen strafbefreiend aus. Steuerhinterziehung ist noch nie ein Kavaliersdelikt gewesen, doch ab dem neuen Jahr geht es den Steuersündern dann richtig an den Kragen.

Was sich sonst noch für Verbraucher im Jahr 2015 ändert!

Schwarzfahrer werden im neuen Jahr kräftig zur Kasse gebeten. Mussten sie bisher 40,00 Euro Bußgeld zahlen, wenn sie beim Schwarzfahren erwischt worden sind, werden sie im kommenden Jahr 20,00 Euro mehr zahlen müssen. Also 60,00 Euro. Die Deutsche Post erhöht wieder einmal die Portogebühren. Für den Standardbrief sind künftig 62 Cent zu berappen, dafür sinkt das Porto für den Kompaktbrief von derzeit 90 Cent um 5 Cent. Das Porto für Päckchen wird um 30 Cent angehoben. 

Ab April 2015 wird die Rundfunkgebühr ein wenig herabgesetzt. Statt 17,98 Euro werden „nur“ noch 17,50 Euro monatlich fällig. Besser wäre natürlich, der Rundfunkbeitrag würde vollständig abgeschafft werden. Neu ist auch, dass der Pauschalbetrag für Werbungskosten zum 01.01.2015 um 130,00 Euro (bisher 1000,00 Euro, im neuen Jahr 1130,00 Euro) angehoben wird. 

Die Sicherungshöhe für Sparguthaben bei privaten Banken wird auf 20 Prozent herabgesetzt. Neu ist auch, dass fortan die Kirchensteuer automatisch vom Bankkonto der Kunden abgebucht wird, sofern sich bei der Überprüfung 2014 eine Kirchensteuerpflicht ergeben hat. Wer zukünftig einen Makler schriftlich beauftragen möchte, muss diesen auch bezahlen. Ab 01.01.2015 gilt die bundesweite Pflicht, Biomüll getrennt zu sammeln. Dies bedeutet, dass nunmehr alle abbaubaren Abfälle in der „braunen Tonne“ landen müssen. 


Liebe Leser, 

es kommen noch so einige Veränderungen mehr im Jahr 2015 auf Verbraucher und Bundesbürger zu, deren Auflistung hier den Rahmen sprengen würde. Ich wollte Ihnen lediglich einen kleinen Überblick vermitteln, was sich im neuen Jahr alles ändern wird.
An dieser Stelle möchte ich mich zudem für Ihre Treue bedanken und hoffe sehr, Sie auch im kommenden Jahr als Leser in meiner Themen-Bar begrüßen zu dürfen. 
Ich wünsche Ihnen einen guten Rutsch und ein gesundes, glückliches und erfolgreiches Jahr 2015!   

Ihre kreative Schreibfee



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