Mittwoch, 7. Januar 2015

Neue fiese Masche: Falsche Datenschützer zocken ab!



 
Im Zeitalter der Abhörskandale und Datenmissbrauchsfälle reagieren die Leute besonders sensibel. Sie möchten nicht, dass ihre persönlichen Daten in fremde Hände gelangen. Dann erhalten sie plötzlich einen Anruf von der Verbraucherschutzzentrale. Ein Name, der Vertrauen weckt ... Doch Vorsicht!


Der Anrufer (ob Männlein oder Weiblein sei dahingestellt) unterbreitet den Vorschlag, die gesamten Daten, welche im Internet die Runde machen, zu löschen. Sei es bei Online-Versandhäusern, bei Gewinnspielveranstaltern, auf diversen Internet-Portalen. Endlich ist da jemand, der sich um die Datensicherheit kümmert, denkt sich manch angerufene Person und hört interessiert zu. 
Die falschen Datenschützer (denn die Anrufe kommen nicht von der Verbraucherschutzzentrale) lassen sich die Gefälligkeit natürlich etwas kosten. Was sind schon schlappe 260,00 Euro, wenn dafür die gesamten Daten aus dem Internet verschwinden, die man irgendwo mal hinterlassen?!

Weil die Angst, dass Daten in falsche Hände geraten könnten, groß genug ist, haben sich schlaue Betrüger diese neue fiese Masche ausgedacht. Bisher waren die falschen Datenschützer damit sogar schon erfolgreich. Auch wer nicht bereit ist, die eigenen Daten gegen eine Gebühr von 260,00 Euro aus dem Internet löschen zu lassen, wird vor den miesen Gaunern so schnell Ruhe haben. 

NICHT ZAHLEN! 


Wer auflegt, weil er „Lunte gerochen“ hat, wird wenig später auf dem Postweg von den angeblichen Datenschützern kontaktiert. Der Brief enthält nur wenige Zeilen, die jedoch aussagefähig genug sind. Es wird sich freundlich für die angebliche Auftragsbestätigung bedankt. Damit der Auftrag – das Löschen der privaten Daten aus dem Internet – ausgeführt werden kann, ist die Überweisung des Betrages von 260,00 Euro fällig. 

Wer Briefe dieser Art erhält, sollte sich umgehend mit den „echten“ Verbraucherschützern in Verbindung setzen und auf keinen Fall die Überweisung ausfüllen bzw. den Betrag online überweisen. Selbst wenn binnen weniger Wochen Zahlungserinnerungen bzw. Mahnungen ins Haus flattern, besteht kein Grund zur Panik. Niemand sollte sich davon einschüchtern lassen und den geforderten Betrag eventuell doch zahlen. Die Abzocker werden sich schwer hüten, gerichtlich gegen die angeblich säumigen Zahler vorzugehen, um die Beitragsforderung einzutreiben.

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